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Erster Spatenstich – inklusives und gemeinsames gärtnern für alle


Unter strahlend blauem Himmel fand heute der erste Spatenstich, im Rahmen unseres inklusiven Projektes, im Informationsgarten des Verbandes statt. Dieses Projekt wird gefördert von „Aktion Mensch“ und durch den Verband in enger Kooperation mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und Kommune Inklusiv durchgeführt.



Das heutige Treffen brachte Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammen, um gemeinsam zu gärtnern.


Kristin Schünemann, Koordinatorin für Gesundheitsförderung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, betonte die Bedeutung des Miteinanders und des gemeinsamen Genießens der Gartenarbeit: "Besonders schön finde ich tatsächlich das Beisammensein und mit allen Sinnen genießen. Das war auch unser Ziel des Tages, bei schönem Wetter und Pflanzenduft, gemeinsam mit der Zielgruppe etwas zu machen. Wir haben heute viele strahlende Gesichter gesehen und konnten zeigen, wie einfach es sein kann, gemeinsam zu gärtnern. Unser Ziel ist es nämlich, miteinander und füreinander zu gärtnern, unabhängig davon, ob man beeinträchtigt ist oder nicht. Die Freude in den Gesichtern zeigt, dass das Bedürfnis nach einem Garten oder nach aktiver Gartenarbeit von großer Bedeutung ist, sowohl für Jung als auch Alt, mit oder ohne Beeinträchtigung."

Als Koordinatorin für Gesundheitsförderung ist es Kristin Schünemann wichtig, dass man Lebensqualität auch steigert. Besonders freut sie sich darüber, dass der Verband der Gartenfreunde sich dem Anliegen nähergebracht hat und genau dieses Thema platziert. Einen Garten zu haben ist auch ein Stück Lebensqualität, bedeutet, selbstbestimmt bestimmte Dinge zu entscheiden, zu pflanzen und wachsen zu sehen. Sie findet, dass es ein toller Beitrag für Rostock ist, zu zeigen, wie wichtig es ist zu gärtnern. Ohne den Verband der Gartenfreunde und in Kooperation mit allen Partnern würde dies nicht funktionieren.



Auch Dörte Drockner, vom Büro für Behindertenfragen, äußerte ihre Begeisterung für das Projekt: "Ich finde diesen Innenhof wunderbar, weil man diese Idylle nicht erwartet. Diese Hinterhofatmosphäre ist paradiesisch. Zum Projekt muss ich sagen, dass ich es ganz toll finde, gemeinsam und inklusiv mit Menschen mit Beeinträchtigungen, ob mit Sehbehinderung oder Körperbehinderung, zu gärtnern und sie mitzunehmen. Es bietet eine Alternative hier aktiv zu werden."


Die Behindertenbeauftragte der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Petra Kröger, freute sich über die positive Resonanz der Teilnehmer und die Möglichkeiten, die das Projekt bietet: "Ich freue mich, dass ich heute hier sein darf. Es war ein sehr schönes Ambiente und wirklich gut vorbereitet. Ich fand die Vorstellung der Gartengeräte sehr interessant. Es kann jeder nach seinen Möglichkeiten hier gärtnern und es wäre schön, wenn sich viele Leute beteiligen."



Auch Ilona aus der Südstadt, eine begeisterte Hobbygärtnerin, war von dem Treffen angetan: "Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, hier mitzumachen."


Die 78-jährige Birgit Freitag, Mitbegründerin des Behindertenbeirates, betonte die Bedeutung von Inklusion und der Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben: "Mich bewegt über Jahre hinweg, dass für alle Menschen etwas getan wird. Ob groß, ob klein, mit Handicap oder nicht. Alle Menschen sollen die Möglichkeit haben, auch am normalen Leben teilzunehmen. Wenn wir den heutigen Tag nehmen und als Anregung aufnehmen, können wir hier einen Ort schaffen, an dem sich alle einfinden können. Ich fand es heute ein gutes Gelingen, dass Gartengeräte vorgestellt wurden und die Hochbeete bepflanzt werden konnten. Ein Dankeschön an den Verband der Gartenfreunde, der uns so herzlich willkommen geheißen hat. Das war ein gelungener Nachmittag."


Katrin Walther von der Eingliederungshilfe/Rostocker Heimstiftung war mit den Bewohnern Katja, Sven und Wolfgang beim Projekt dabei und betonte die Wichtigkeit der gleichberechtigten Teilnahme: "Wir haben heute gemeinsam ein Hochbeet bepflanzt und finden es ganz toll, dass wir hier mitmachen konnten und dass die Bewohner so gut angenommen und als gleichrangig angesehen wurden. Den Bewohnern hat es sehr viel Spaß gemacht und sie würden gerne wieder kommen. Wir von der Eingliederungshilfe können uns vorstellen, regelmäßig hierher zu kommen und den Garten einfach zu erleben, zu bewirtschaften, zu genießen und zu naschen."



Erik Ortlieb von Kommune Inklusiv betonte die Bedeutung guter Kooperationen für das Gelingen inklusiver Projekte: "Das Schöne an so einem inklusiven Projekt ist ja, dass sich Menschen mit Behinderungen begegnen und gemeinsam gärtnern. Man sieht, wie wichtig es ist, dass man gute Kooperationspartner hat, damit gemeinsam etwas Gutes entsteht. Wir haben die Stadt als verlässlichen Partner im Boot und den Verband der Gartenfreunde, als Experten in Sachen Gärtnern dabei. Wir unterstützen das Ganze in Sachen Barrierefreiheit und stehen beratend zur Seite. Nur wenn die Kompetenzen zusammenkommen, kann etwas richtig Gutes entstehen und ist somit nachhaltig für alle Menschen."


Anja Schulz von Kommune Inklusiv betonte die harmonische und gleichberechtigte Atmosphäre in diesem Projekt: "Besonders heute ist mir aufgefallen, wie schön und entspannt das Miteinander war, wie man sich gegenseitig zur Hand gegangen ist, voneinander lernen konnte und ins Gespräch über das Gärtnern gekommen ist. Und das ist genau das, was wir mit dem Projekt beabsichtigen. Die Veranstaltung war heute ein gemeinsames Miteinander und ein Zeitverbringen auf Augenhöhe. Es haben sich keine Gruppen gebildet, sondern es hat sich eine Gemeinschaft gebildet, ob mit oder ohne Beeinträchtigung."


Annelore Sedat unsere Verbandsfachberaterin hob die Bedeutung der speziellen Geräte für Menschen mit Beeinträchtigungen hervor: "Ich war heute auch im Informationsgarten des Verbandes und habe mich wirklich sehr gefreut, mit welcher Begeisterung die Menschen mit Beeinträchtigungen hier gearbeitet haben. Besonders interessant fand ich die Vorstellung der verschiedenen Werkzeuge, die bestimmt auch für alle Kleingärtner, die eine körperliche Beeinträchtigung haben, sinnvoll und nutzbar sind. Nicht jeder weiß, dass es spezielle Griffe dafür gibt. Wer sein Hobby "Garten" schon so lange hat, möchte vielleicht weiterarbeiten und könnte diese Geräte ebenfalls nutzen. Im Informationsgarten des Verbandes können wir nun auch zeigen, wie auch beeinträchtigte Menschen Gartenarbeit erledigen und erleben können. Zum Beispiel mit den unterfahrbaren Hochbeeten oder eben auch mit den speziellen Geräten."



Das inklusive Projekt wird von allen Beteiligten als großer Erfolg wahrgenommen. Es schafft nicht nur einen Ort der Begegnung, des Austauschs und des gemeinsamen Gärtnerns, sondern ermöglicht auch Menschen mit Beeinträchtigungen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und ihre Lebensqualität zu steigern.


Die Veranstaltung fand großen Anklang bei den Teilnehmenden und zeigte, dass das Bedürfnis nach einem eigenen Garten oder dem Aktivsein im Garten von Menschen jeden Alters und mit oder ohne Beeinträchtigung als äußerst wichtig empfunden wird. Durch die Kooperation mit Kommune Inklusiv, der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und anderen Partnern wird die Nachhaltigkeit des Projekts gewährleistet.


Wir freuen uns über den gelungenen Start und hoffen auf eine kontinuierliche Fortführung. Zukünftig werden weitere Veranstaltungen geplant, um das inklusive Gärtnern noch stärker in der Gemeinschaft zu etablieren und das Bewusstsein für die Bedeutung von inklusiven Projekten zu stärken.


Susann May

1. Stellvertreterin des Vorsitzenden

und Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit

und Geschäftsführerin


Fotos: Susann May

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