Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern

Aktualisiert: Mai 16

Von Robert Kröger, Vorsitzender des Landesverbandes der Gartenfreunde Mecklenburg+Vorpommern e.V., 30.04.2020


Liebe Gartenfreunde in den Mitgliedsverbänden,


in letzter Zeit häufen sich die Anfragen in der Geschäftsstelle des Landesverbandes von Gartenfreunden, die nicht in MV leben, aber hier ihren Garten haben.

Wir gehen davon aus, dass auch Ihr viele Anfragen erhaltet.

Wir sind in dieser Sache in Kontakt mit der Landesregierung, namentlich dem Innen- und dem Landwirtschaftsministerium.

Von dort wird uns versichert, dass die Kleingärtner nicht vergessen werden, genauso wie die Jagdpächter. Es sei geplant, die Einreise demnächst zu erlauben, noch vor Ende Mai, aber eine verbindliche Aussage kann man noch nicht treffen. Erst am 05. oder 06. Mai wird es eine entsprechende Regelung mit Terminstellung geben.

Grundsätzlich ist uns jeder Kleingärtner natürlich herzlich willkommen. Insbesondere dort, wo wir mit Leerstand zu tun haben. Allerdings geht das BKleingG davon aus, dass der Kleingarten möglichst fußläufig erreichbar ist, jedenfalls keine Anreise von mehr als einer Stunde nötig macht. Deshalb sind diese vielen Anfragen, die auch bei der Landesregierung eingehen, nicht förderlich für uns. Ich bin davon überzeugt, dass der Anteil der Kleingärtner, die vom Einreiseverbot betroffen sind, deutlich unter 10% liegt. Sollte ich mich irren, bitte ich um entsprechende Erhellung. Dieser geringe Anteil dürfte für uns als Kleingartenorganisation noch nicht gefährlich sein. Grund zur Alarmierung besteht jedoch.

Dies zeigt daher wieder einmal deutlich, dass erheblicher Handlungsbedarf für uns als Landesverband besteht, auch die Vereine zu unterstützen, die mit Leerstand Probleme haben. Hier müssen gemeinsam mit der Landesregierung Programme entwickelt werden, um entweder neues Pächterpotential zu erreichen oder aber Anlagen zurückzubauen. Letzteres liegt zwar nicht in unserem  vordersten Interesse, sollte jedoch keinesfalls ein Tabu sein.

Hier sind wir bereits auf dem richtigen Weg. Die Landesregierung hat bereits zusätzliche Fördermittel bereitgestellt für den Rückbau von Asbest belasteten verlassenen Lauben. Wir haben die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert und insbesondere an Messen teilgenommen. Wir haben einen ständigen Kontakt zum Ministerium für Landwirtschaft, wo man unsere Expertise durchaus schätzt.

Wir dürfen hier nicht verharren, sondern müssen unser Bemühen weiter intensivieren. 

Hoffnungsvoll nehmen wir daher die Berichterstattung der letzten Tage zur Kenntnis, wonach sich Kleingärten steigender Beliebtheit erfreuen.


Mit gärtnerischen Grüßen


Robert Kröger

Vorsitzender



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