Garten-Nachwuchs (ehemals Junges Gemüse)

19.07.2015

Sommer – wir lassen Bilder sprechen

 
… auch unsere Kartoffeln!

04.05.2015

Und wie es wächst …
… Blumen, Kräuter, Gemüsepflänzchen, Sträucher, Bäume und – uff – bei einer innerhalb kurzer Zeit sehr viel größer gewordenen Gartenfläche manchmal auch die Arbeit über den Kopf. Infolgedessen ist in der letzten Zeit diese Website wohl ein wenig zu kurz gekommen. Gewachsen ist aber auch das öffentliche Interesse an Gartenarbeit mit Kindern! Grundschulen, Horte und Kitas suchen Partner, mit denen sie ein Kinder-Garten-Projekt verwirklichen können. Einige Einrichtungen haben bereits selbst Initiativen auf eigenen Flächen entwickelt. Auch die Zahl der Kleingartenvereine, die zu der Einsicht kommen, dass nicht nur bei den Pflanzen für Nachwuchs gesorgt werden muss, nimmt zu. Tja, und selbst die Ideen, wie unser Garten-Nachwuchs-Projekt in der Viergewerkerstraße weiter an Substanz gewinnen kann, sprießen. Da gibt es zum Beispiel das neue Thema Kompost. Tolle Sache. Von wegen stinkig und eklig. Beim Anfassen der durchgesiebten Komposterde bei den Kindern Ehrfurcht und Faszination, dass winzig kleine Lebewesen solch feines duftendes Substrat, das auch noch gut für das Wachstum von Pflanzen sein soll, herstellen können.

Apropos Wachstum! Es soll ja Leute geben, die können das Wort nicht mehr hören. Nun ja, es kommt wohl immer auf den Kontext an. Als Natur- und Gartenfreund kann man auf jeden Fall nur der Meinung sein: Let it grow!

 

Marita Rothgänger

08.01.2015

Wir lassen es also auch 2015 wieder wachsen …
… und zwar nicht nur Blumen, Kräuter und Gemüse sondern auch Verständnis, Achtung und Liebe für Flora und Faunasowie Fähigkeiten bei der gemeinsamen Bewältigung von Aufgaben. Unsere Zielgruppe sind die 6- bis 9-Jährigen - potenzieller Garten-Nachwuchs. Genau so nennen wir in diesem Jahr das Projekt: Garten-Nachwuchs.

 

Marita Rothgänger

 

wohin denn
wir Wildblumen
im Wind

Ilse Jacobson

Anfang November …
… organisierten wir für die Knirpse vom Hort Margarete wieder ein prächtiges Herbstfeuer mit Halloween-Flair. Allerdings musste von der schon knapp bemessenen Zeit für das Vergnügen noch gut eine halbe Stunde abgezwackt werden. Es begann eben dämmerig zu werden, das Feuer war gerade bis zur Glut heruntergebrannt und eigentlich jetzt erst perfekt zum Stockbrot-Rösten, da musste die Gruppe schon wieder zum Hort. Ach wie schade …

Tja, wieder ist ein Jahr fast herum und keine Frage, der Ablauf eines Gartenjahres ähnelt immer dem des vorangegangenen wie vermutlich auch dem des folgenden Jahres. Das gilt auch für ein Kinder-Gartenjahr. Die ganze Saison über hatten wir richtig gutes Wetter! Für unser Junges Gemüse griff ich 2014 vor allem auf Bewährtes zurück.

Anfang Oktober gab es zusätzlich ein neues Thema passend zum Namen des Kinderprojekts: Gemüsesuppe! Möhren, Kartoffeln, Porree, Sellerie, Zwiebeln und Bohnen wurden von den Lütten zum Teil selbst geerntet und mit viel Eifer geputzt und kleingeschnitzelt. Durch den Einsatz eines Schnellkochtopfes war die Suppe im Nu fertig. Komplettiert wurde jedes Schälchen Eintopf mit einem Wiener Würstchen. Und ganz ehrlich –  keiner soll mir erzählen, dass der Nachwuchs kein Gemüse essen mag! Die meisten Kinder verspeisten ihre Portionen mit Appetit, einige holten sich sogar Nachschlag. DAS machen wir nächstes Jahr also bestimmt wieder!

Einen Monat zuvor hatten Schüler der Scheel-Schule im Verbandsgarten wieder ihren selbstangebauten Zuckermais geerntet. Die meisten der saftigen süßen Kolben waren an Ort und Stelle vernascht worden. Das Thema Mais gehört zu unseren Highlights! Hort Margarete war im September zur Apfelernte gekommen (Gartenäpfel schmecken ja sooo gut!). Und ich muss sagen, die Zwerge waren beim Schälen und Kleinschneiden von nicht ganz makellosen Früchten recht geschickt gewesen. Natürlich war auch wieder Apfelmus gekocht und wenig später, mit Vanilleeis verfeinert, weggeputzt worden.

Es ist ein sonniger Tag Mitte August …
… als eine Truppe 6- bis 9-jähriger vom Hort Margarete, begleitet von zwei Betreuerinnen, mit Bollerwagen zur Kartoffelernte im Verbandsgarten anrückt. Ich bin gerade aus meinem 3-wöchigen Urlaub zurück. Oha, es gibt richtig viel zu tun in unserem Garten! Auf dem Kartoffelbeet wachsen Pflanzen wie Klatschmohn, Hornveilchen, Kapuzinerkresse und Ringelblumen. Das wäre wirklich hübsch, wenn sich dazwischen nicht auch noch weniger attraktive Wildkräuter breitgemacht hätten. Von den Kartoffelstauden sind nur noch trockene, faserige Strünke zu sehen, die da, wo sie herausragen, immerhin anzeigen, wo die Grabegabel angesetzt werden muss. Tja Kinder, ich glaube, erstmal muss alles weg, was nichts mit Kartoffeln zu tun hat. Unglaublich, wie schnell die Knirpse das Unkraut herausziehen, auf unsere schmissigen Schubkarren verfrachten und zum Kompost befördern. Und nun wollen wir doch mal schauen, was unter den Erdhügeln versteckt ist. Immer mehr Kartoffeln kommen zum Vorschein! – Kuck mal, da sind ja auch rote dabei! Es sind so viele; da ist es nicht so schlimm, dass ab und zu mal welche aussortiert werden müssen, weil sie grüne Stellen oder einen Schädling haben. Vor dem Verstauen im Bollerwagen werden die Kartoffeln mit dem Gartenschlauch ein bisschen abgespritzt. Natürlich will fast jeder mal den Schlauch halten! – Frau Rothgänger, da hinten sind Himbeeren, dürfen wir die abpflücken? – Aber sicher! – Wo sind denn nochmal die Blumen, die man essen kann? – Schaut mal genau hin, es sind in diesem Jahr nicht ganz so viele, wie im letzten. Ich bin gespannt, ob ihr sie wiedererkennt. – Gegen Mittag holen die Kinder ihre Lunchboxes heraus; Bewegung und frische Luft machen schließlich hungrig. Wie wär’s denn zusätzlich mit ein paar Tomaten? – Wo??? – Na kuckt euch doch mal um … Ohhh, da sind ja auch Gurken – und eine Riesen-Zucchini! – Na, immer ran! Ihr dürft alles mitnehmen, was in euren Wagen passt. Zwiebeln werden entdeckt und gebündelt. Auch für die Blumensträußchen braucht man Bänder. Und noch längst nicht jedes Kind kann schon einen Knoten. Für die letzte halbe Stunde habe ich noch eine Überraschung parat: Im Garten am Hang sind gerade ganz viele Brombeeren reif … hm, und dank der vielen Sonne in den letzten Tagen herrlich süß! Ein paar Kinder hocken vor dem kleinen Tümpel der Parzelle. Sie finden die Wasserläufer und die Schnecken mit den spitzen Häusern interessant und fischen die Tierchen mit den weißen Kunststoffbechern, aus denen sie gerade etwas getrunken haben, heraus. Neugierig werden die kleinen Teichbewohner betrachtet. Ich muss überlegen: Waren es die Wasserläufer – eine Wanzenart – oder Rückenschwimmer, die recht schmerzhaft stechen können? Ich weiß es gerade wirklich nicht. – Seid also lieber vorsichtig! Und nein, die Schnecken könnt ihr leider nicht mit nach Hause nehmen – Ein Blick auf die Uhr zeigt dann auch: Die Zeit ist um. Der Gartenausflug ist beendet. Schade, es war nämlich wieder schön heute!

 

Marita Rothgänger

Gartenzwerge sind Geschmackssache …
… egal ob aus Marmor, Ton oder Kunststoff. Dass der Name etwas mit dem Aus für das Kinderprojekt  des Verbandes der Gartenfreunde e. V. HRO Ende des Jahres 2013 zu tun hatte, ist eher nicht zu vermuten. Es fand sich ganz einfach kein finanzieller Unterstützer mehr für diese großartige Initiative. Seit dem 1. Mai 2014 sieht das anders aus! Die Stadt hilft – vorläufig für ein Jahr. Das Kind hat nun einen neuen Namen. „Junges Gemüse“ bekommt in den nächsten Monaten im Anschauungs- und Informationsgarten des Verbandes die Gelegenheit, nach Herzenslust zu gärtnern. Die Kinder können wieder säen, pflanzen, beobachten, naschen, gießen, gießen, gießen, Blumen pflücken, ernten und Geerntetes verarbeiten und zubereiten. Alle ehemaligen Vertragspartner des Projekts „Gartenzwerge“ sind wieder dabei und freuen sich auf die kommende Zeit.

Ein paar persönliche Worte ...
Als meine Eltern mit mir und meinem Bruder in das gerade neu entstandene Wohngebiet Südstadt zogen, war ich sechs, also so alt wie viele der Knirpse, die im Lauf der letzten vier Jahren in den Verbandsgarten kamen. Es gab damals in der Nähe unserer Wohnung ein Randgebiet mit verwilderten Gärten und einer Wiese. Dort sind wir oft, zusammen mit anderen Kindern, rumgestromert. Mit Hingabe habe ich alle möglichen blühenden Gewächse gepflückt. Am liebsten Ringelblumen. Den eigentümlichen Geruch dieser Pflanze liebe ich heute noch ...Das Projekt Gartenzwerge ist zu Ende.
Meine Hoffnung ist, dass einige der Kinder, die den Garten des Verbandes der Gartenfreunde besucht haben, so wie ich als kleines Mädchen, solche und ähnliche sinnlichen Erfahrungen als bleibende Erinnerungen abgespeichert haben. Das wäre wunderbar, denn damit wäre schon der Grundstein für ein Interesse an der Natur gelegt. Seien wir ehrlich, der Begriff Umwelt ist heutzutage so negativ besetzt; es gibt in diesem Zusammenhang fast nur noch Hiobsbotschaften! Heranwachsende, die nie eine wirkliche Beziehung zur Natur aufbauen konnten, werden sich vermutlich, auch wenn sie erwachsen sind, das Thema Umweltschutz, wann immer sie können, vom Hals halten.
Das Projekt Gartenzwerge war für die Kinder eine ideale Trainingsmaßnahme für den Erwerb alltagspraktischer Kompetenzen und bot eine Menge Möglichkeiten für handlungsorientiertes Lernen. Es war beeindruckend zu beobachten, wie mitunter anfängliche Skepsis oder auch Ekel  bei näherem Umgang mit den typischen Tieren des Gartens in Interesse oder sogar Faszination umschlugen. Wie eifrig haben die Knirpse Kirschen, Kartoffeln, Bohnen und Äpfel geerntet. Wie stolz waren sie auf den Zuckermais, den sie selbst angebaut hatten! Die Zwerge hatten immer Lust auf Garten, außer Frau Rothgänger, die ganz sicher nicht immer alles richtig gemacht hat, hat mal zu viel gequatscht. Dass dann, oder wenn der Haufen etwas zu ausgelassen wurde, ab und zu von der Lehrerin mit schriftlichen Leistungskontrollen zum Thema gedroht wurde, hat der Frau mit dem roten Basecap nie so richtig gefallen. Aber das ist zum Glück selten passiert.

 

M. Rothgänger

 

Elfchen
(ein Elfchen ist ein kurzes Gedicht mit einer vorgegebenen Form; es besteht aus elf Wörtern, die in festgelegter Folge auf fünf Zeilen verteilt werden)

Ein schöner Tag im herbstlichen Garten

Zuckermais – lecker, lecker!

Ein klitzekleines Maisfeld; verstecken kann man sich darin nicht ....
… und die Zuckermaiskolben schmecken einfach wunderbar!
... aber die Ernte lohnt sich!
Solche großen Pflanzen sind aus ziemlich kleinen Maiskörnern gewachsen ...
Noch ein bisschen aufräumen ...
… und zum Schluss mit einem Obstpflücker die allerschönsten, ganz oben wachsenden Sommerscheiben vom Baum holen!

Ernten, was der Garten hergibt …
… und das ist im Spätsommer eine Menge. Schaut her Kinder, auf diesem Tisch könnt ihr alles aufbauen, was man im Garten an Köstlichkeiten findet. Aber was ist wirklich schon reif? Was braucht noch eine Weile bis zur Ernte, obwohl es so eine schöne Farbe hat oder schon riesig groß ist? Was soll mit den Äpfeln passieren, die allein vom Baum gefallen sind? Wo kommt der Apfelgriebs hin, in den Müll oder doch besser auf den Kompost? Kleine Tomaten, große Tomaten, Möhren, Kohlrabis, Zucchini, wunderschöne essbare Blüten, Kräuter, Blumen, Beeren ... und die Bienen summen in den Goldruten.

Rin in die Kartoffeln …
… aber raus aus die Kartoffeln erst, wenn auch die letzte Knolle gefunden ist! Mini-Kartoffeln sind dabei, aber auch richtig große. Och schade, wieder eine aufgespießt! Am besten wühlst du die Knollen mit den Händen aus der Erde, nachdem du den Boden mit der Grabegabel neben der Staude vorsichtig gelockert hast.Es ist ein warmer Tag, aber die Schüler sind emsig bei der Sache. Die Kartoffeln mit grünen Stellen werden aussortiert. Man darf sie nicht essen. Auch die Früchte der Kartoffelpflanzen, die wie kleine grüne Tomaten aussehen, sind giftig.Als sich die Meisten schon mit wohlverdienten Erfrischungen im Garten verteilt haben, buddeln noch immer zwei bis drei Kinder unermüdlich im Boden. Die Horterzieherin staunt: Die gehören zu denjenigen, die oft für Unruhe in der Gruppe sorgen, und der da, sie zeigt auf einen Jungen, wollte eigentlich gar nicht mit herkommen.

Wie schön der Sommer ist!

Rote Kirschen ess' ich gern, schwarze noch viel lieber …
… aber auch Erbsen, Kohlrabi, Schnittlauch, Petersilie und Dill!

Schau, was der Rhabarber schafft!
Rhabarbarisch und mit Kraft
er sich aus der Erde zwängt,
stemmt und presst und streckt und drängt,
schiebt, schubst, stößt, kracht, wühlt und dehnt.
Wie er sich nach Sonne sehnt!
Wie er rackert, knackt und schwillt.
Freund Rhabarber treibt es wild,
wuchert wuchtig, wächst ganz toll …
und er schmeckt auch wundervoll.

aus: Lena Anderson, Karlhans Frank „Majas kleiner Garten“, ISBN 3-570-07919

 

In drei Tagen ist der Mai zu Ende. Was soll man sagen, vom Wonnemonat ist nicht viel zu spüren. Am frühen Nachmittag wollen Erstklässler vom Hort Margarete den Garten in der Viergewerkerstraße besuchen und es regnet, regnet, regnet... Die Wetterprognose für heute hat uns zwar rechtzeitig veranlasst, den Pavillon aufzustellen, aber dass es so heftig wird ... Obwohl ein Konzept für den Ablauf des Nachmittags steht, kreisen Gedanken über einen Plan B in meinem Kopf. Immerhin will uns heute ein Mitarbeiter vom NDR 1 Radio MV interviewen!
Egal - die Hortgruppe ist pünktlich, der NDR ist pünktlich, alle sind da und es schüttet zum Glück gerade weniger stark.
Also gut Kinder, wir wollen heute Rhabarber ernten, ihn schälen, in kleine Stücke schneiden und zusammen mit Vanillepudding ein Kompott zaubern.
Jaaahhhh! - Solange der Regen nicht zu heftig strömt, stört er bei der Ernte nicht. Die Kinder halten die Stangen mit den großen Blättern über ihre Köpfe – Hey, tolle Regenschirme! Aber jetzt schnell wieder unter den schützenden Pavillon. Dort liegen Brettchen und kleine Obstmesser bereit. Wer hat denn noch nie mit so einem Messer geschnitten? Aha, da gibt es einige. Sie bekommen von der Horterzieherin und Frau Rothgänger Hilfe und Anleitung. Zuerst müssen die Blätter entfernt werden. Die haben sehr viel Oxalsäure, sind richtig giftig und dürfen auf keinen Fall gegessen werden. Das Säubern, Schälen und Kleinschneiden der Rhabarberstangen macht Spaß. Nun wird alles mit Zucker und etwas Wasser in einem Topf aufgekocht und mit Puddingpulver gebunden. Fast jeder will mal rühren. Jetzt muss das Ganze vorsichtig in einen kalt ausgespülten Topf umgegossen werden. Der wird anschließend in eine Wanne mit Eiswürfeln gestellt. Wir wollen den Rhabarber etwas später schließlich kalt genießen.
Einige Knirpse sehen sich inzwischen mal im Garten um. Wie sich alles verändert hat seit dem letzten Mal! Was machen denn die vielen kleinen Tiere in der Wurmwandergrube? Die Asseln, die Ameisen, die Tausendfüßler und die fette Spinne die schon beim letzten Mal in der Ecke an ihrem Netz hing. Iiihhh, da sind Nacktschnecken! Was ist denn ein Tigerschnegel? Schade, die Würmer verstecken sich. Aber man kann ja bei diesem Wetter im ganzen Garten viele Regenwürmer und auch Schnecken finden. Wo sind denn die Becherlupen?
Tja, Frau Rothgänger hat eigentlich extra ein Auge darauf gehabt, dass das Gras unter den Obstbäumen noch einige Tage länger stehen bleibt. Hirtentäschel, Gänseblümchen, Habichtskraut, Hornveilchen, Schafgarbe und andere hübsch blühende Pflanzen sollten zum Wohlfühlen, Pflücken und Kränze flechten einladen. Leider ist es einfach zu nass, sogar noch, als sich die Sonne endlich etwas länger zeigt.
Weil der Rhabarber immer noch ein bisschen Zeit zum Abkühlen braucht, werden zwei Kübel, zwei Tomatenpflanzen, einige andere Staudenpflänzchen, Pflanzerde, Becherlupen und Gartengeräte in unsere zwei schicken Schubkarren verfrachtet und dann geht’s gemeinsam zur Parzelle am Hang.
Achtung, liebe Kinder, an diesem Hang kriechen viele Weinbergschnecken. Die sind nicht nur schön groß und interessant, sie stehen in unserem Land auch unter besonderem Schutz! Also, mal abgesehen davon, dass der Hang heute sehr nass ist und nicht zum Herumtollen einlädt – bitte geht achtsam mit den Tierchen um.
Schnell sind die Tomatenpflanzen in die Kübel umgezogen, noch mal gießen – fertig. Auch für die anderen Stauden wurden schöne Plätze gefunden.
Wollen wir mal schauen, ob unser Kompott schon abgekühlt ist? – Na gut, zurück zur anderen Parzelle. Die Temperatur des Rhabarbers ist perfekt, es kann also losgehen mit der Schlemmerei. Auch ein Kollege von der Geschäftsleitung probiert. Er ist begeistert, nicht aber jedes Kind! Rhabarber macht die Zähne stumpf – ein komisches Gefühl. Außerdem - das ist so schleimig, oder was sind denn das für Fäden da drin, sagt der eine oder andere und will doch lieber nur den Pudding pur.
Zum Feierabend erzähle ich meinem Mann davon. Er lacht und sagt, weißt du nicht mehr, wie wir als Kinder den Rhabarber am liebsten mochten? Wir haben die rohen Stangen in Zucker gesteckt und so gegessen.
Ja, das stimmt. Kaum jemand hat sich damals Gedanken darüber gemacht, wie gesundheitsschädigend das sein kann.
Nach dem Rhabarberkompott gibt es jedenfalls auch noch Geburtstagskuchen - Brownies. Na gut, die esse ich auch gern.

 

M. Rothgänger

 

Die Gartenzwerge machen weiter !!!

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