Die Sorge um die Bienen

Das Bienensterben und der Rückgang interessierter Bürger, die sich des Themas Bienenhaltung und Pflege verschrieben haben, hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich in der Stadt und in den Kleingartenanlagen nur noch eine geringe Anzahl an Bienenvölkern befindet.

Auf Nachfrage haben aber desweiteren viele Vorstände und Lehrer aus Schulen erklärt, dass es Bedenken gibt, dass Bienen in direkter Nähe störend sind und viele Fragen offen sind.

Gleichzeitig wächst aber das Interesse an diesen für uns allen so wichtigen Tieren, insbesondere auch in jungen Familien und deren Kindern, die im theoretischen Unterricht mit der Problematik konfrontiert werden und aus den Medien eine Vielzahl an Informationen erlangen.

Um die Kinder, ihre Eltern, die Lehrer aber auch Gartenfreunde an das Thema intensiv heranzuführen und ihnen bereits frühzeitig praktische Erfahrungen zu dieser Thematik zu vermitteln, wurde am Standort Viergewerkerstraße ein Bienen-Informations-Garten (BIG) eingerichtet und am 2.6.2017 eröffnet.

„Wir freunen uns sehr, dass es aus unseren und Mitteln der Hansestadt möglich war dieses Projekt zu verwirklichen. Gleichzeitig freuen wir uns, dass unsere Partner Grönfingers, die WIRO und MV1 das Thema maßgeblich begleiten, um dieses für uns so wichtige Projekt zu einem Erfolg zu führen.“ betont Christian Seifert, Vorsitzender des Verbandes der Gartenfreunde. Er führt weiter aus, dass es dabei nicht nur um die Honigbiene geht, sondern allgemein eine Sensibilisierung zum Thema Insekten sterben.

Es wurde unter Anleitung erfahrener Imker in den ersten Monaten 2017 der Aufbau des Zentrums und ein Wissenstransfer an Lehrer, Mitarbeiter und Fachberater begonnen und soll nun auch die Vermittlung an Schülergruppen und Schulklassen erfolgen.

In dem BIG wird gezeigt, dass u.a. der genutzte Kleingarten ein Lebensraum der Bienen ist und wir insbesondere durch die Anpflanzung heimischer Blühpflanzen für die Bienen Nektar und pollenreiche Nahrung schaffen. Genutzt werden dazu ein- und mehrjährige Stauden und Sträucherbäume mit entsprechenden Erklärungstafeln.

Es sollen mit einer praktischen Darstellung der Bienenhaltung die Notwendigkeit ihrer Förderung weiter dokumentiert, die Zusammenhänge anschaulich verdeutlicht und vermittelt werden, und der Weg vom Pflegen der Pflanzen über das Einsammeln des Nektars bis hin zum Schleudern des Honigs erlebbar werden.

Unterstützt wird die praktische Arbeit durch anschauliche Visualisierungen und Schautafeln, welche auch in den Wintermonaten ein Auseinandersetzen mit der Materie erlauben.

Das Projekt ist ein gutes Beispiel, wie wichtige Kompetenzen in Verbindung mit gemeinsamer praktischer Arbeit vermittelt werden können, von der Pflege von Pflanzen über die Haltung von Bienen, das Thema gesunde Ernährung in seiner Gesamtheit mehr Verständnis und Achtung für unsere Umwelt bringt.

 

 

Der Eingangsbereich
Schaubeute mit Schautafeln
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